Judith Merchant: Aprikosenkind: Thriller | Rezension Kritik Neuerscheinung

vor 1 Tag
2 Min. Lesezeit
《 R E Z I 》
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Judith Merchant: Aprikosenkind: Thriller
Erschienen am 1. Oktober 2026 bei Kiepenheuer & Witsch.
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Eine Tochter voller Rätsel. Ein Mann, dessen Verhalten für mich einfach keinen Sinn ergibt. Und ziemlich viele Fragezeichen.
Ich wollte wieder dieses unterschwellig wummernde Unbehagen, dieses „wem kann ich hier eigentlich noch trauen?“-Gefühl. Merchants Vorgänger „SCHWEIG!“ hat das für mich verdammt gut hinbekommen. „Aprikosenkind“? Leider nicht.
Dabei steckt in der Story um Nathalie, ihre kleine Tochter Ruby und die scheinbar heile Familien-Idylle auf dem Land durchaus Stoff für mehr. Nur haben mich die Protagonisten mit ihren Entscheidungen immer wieder rausgekickt.
Vor allem Gabriel: Was genau soll dieses Verhalten eigentlich erklären? Warum handelt er so, wie er handelt? Da fehlt mir die psychologische Begründung, der Trust, den so ein Thriller braucht, damit ich dranbleibe und nicht nur den Kopf schüttle.
Statt mich wie bei „SCHWEIG!“ (dank statisch aufgeladener Atmosphäre) Seite für Seite in ein Psycho-Mysterium zu ziehen, lässt mich das Buch eher distanziert und mit einem schulterzuckenden „naja…“ zurück; als mit dem Wunsch, noch stundenlang darüber nachzudenken.
Schade. Die Idee hätte deutlich mehr Biss verdient.
⭐⭐⭐
Mehr von Judith Merchant: Meine Rezension zu „SCHWEIG!“.
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