top of page

Suzie Miller: Inter alia: Roman. Von der Autorin des Bestsellers »Prima facie« | Rezension Kritik Neuerscheinung

Autorenbild: Olivia Grove
Olivia Grove
vor 2 Tagen
2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 7 Stunden

《 R E Z I 》


Suzie Miller: Inter alia: Roman. Von der Autorin des Bestsellers »Prima facie«
 ▷ Du willst direkt zum Buch? Klick auf das Cover!

Suzie Miller: Inter alia: Roman. Von der Autorin des Bestsellers »Prima facie«

Erschienen am 15. September 2026 bei Kjona. • •


Eigentlich der perfekte Stoff für einen richtig fiesen moralischen Konflikt


»Vielleicht kennen wir alle unsere Kinder weniger gut, als wir denken.« (S. 289)


Ich glaube, ich habe selten ein Buch gelesen, bei dem ich so oft dachte: Mensch, ich verstehe ja, worauf du hinauswillst. Aber warum müssen deine Figuren dafür so unfassbar anstrengend sein?


Nach „Prima facie“, das ich wirklich geliebt habe, waren meine Erwartungen an „Inter alia“ entsprechend hoch. Vielleicht zu hoch.


Schon die Prämisse hat mich gekriegt:

Eine Richterin, die tagtäglich Sexualstraftaten verhandelt und für die Rechte von Opfern kämpft. Und dann wird ausgerechnet ihr eigener Sohn beschuldigt, eine Mitschülerin vergewaltigt zu haben.


Eigentlich der perfekte Stoff für einen richtig fiesen moralischen Konflikt.


Das hätte richtig gut werden können. Stattdessen zieht sich die erste Hälfte für mich ziemlich. Viel Familiengeschichte, Mutterschaft, Karriere und Patriarchat. Ich habe tatsächlich irgendwann Seiten überblättert, weil ich einfach endlich zu dem Moment kommen wollte, an dem allen der Boden unter den Füßen weggerissen wird.


Und dann die Protagonistin. Ich glaube tatsächlich, dass „Inter alia“ ein Roman ist, über den man hervorragend diskutieren kann. Viele Widersprüche, einige unbequeme Fragen. Nur hat dieser Widerspruch bei mir irgendwann keinen interessanten Konflikt mehr ausgelöst, sondern nur noch ein augenrollendes: Jessica, bitte hör auf!


Leider haben mich die Figuren so oft genervt, dass die eigentlich spannende gesellschaftliche und moralische Ebene irgendwann völlig in den Hintergrund gerückt ist.


Und das Ende? Puh.

Darüber könnte ich mich jetzt noch aufregen, aber das wäre definitiv Spoiler-Territorium. Die Autorin baut mir einen hochkomplexen Konflikt auf und löst ihn dann auf eine Weise, die mir zu moralisch sauber und zu konstruiert vorkommt.


„Prima facie“ war für mich wie ein Kreischen, das das System selbst auf die Anklagebank zerrt und mich emotional zerreißt.


„Inter alia“ hat mich vor allem frustriert.


Schade. Ich hatte mir wirklich mehr erhofft.



⭐⭐⭐



Mehr von Suzie Miller: Meine Rezension zu „Prima facie“.


Buchcover: Mehr von Suzie Miller: Meine Rezension zu „Prima facie“.

• • •


Worum geht es in „Inter alia“?


кℓαρρєηтєχт:

//  Tagsüber flößt Richterin Jessica Parks Sexualstraftätern – und ihren Anwälten – in London Respekt ein. Fall für Fall entlarvt sie, wie Männer die Gesetze zugunsten von Männern auslegen. Abends ist sie die überforderte Mutter eines siebzehnjährigen Sohnes, der in der Schule gemobbt wird. Als man Harry vorwirft, eine Mitschülerin vergewaltigt zu haben, stürzt Jessica in einen schier unaushaltbaren Konflikt. Zeit ihres Lebens kämpft sie dafür, dass wir als Gesellschaft den Opfern Glauben schenken. Aber ihr Sohn schwört auf seine Unschuld. Und sie fühlt sich verpflichtet, ihm beizustehen. //



Nicht verpassen: Das wird dich auch interessieren 👉





Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links.
Wir sehen uns auf Pinterest!
Beitrag: Blog2_Post

©2020-2026 by Olivia Grove

bottom of page