Nicole Engel: Woman Out of Service: Warum emotionale Krisen zur Lebensmitte dazugehören – und wie du deine Leichtigkeit wiederfindest | Rezension Kritik Neuerscheinung
- Olivia Grove

- vor 8 Stunden
- 2 Min. Lesezeit
《 R E Z I 》
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Nicole Engel: Woman Out of Service: Warum emotionale Krisen zur Lebensmitte dazugehören – und wie du deine Leichtigkeit wiederfindest
Erschienen am 26. August 2026 bei Mosaik.
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Läuft bei dir. Bis es nicht mehr läuft.
Was passiert, wenn das Leben von außen eigentlich ziemlich gut aussieht, aber der eigene Akku trotzdem irgendwann einfach leer ist und rot blinkt? Und dann nichts mehr geht.
„Woman Out of Service“ geht direkt rein in die Phase, in der man eigentlich denkt, man müsste doch alles im Griff haben. Doch warum bin ich eigentlich so fertig? Da kommt über Jahre einiges zusammen...
Funktionieren, Erwartungen erfüllen, Dinge runterschlucken, die eigenen Bedürfnisse irgendwo dazwischen verlieren. Bis der Körper oder die Psyche irgendwann ziemlich unmissverständlich sagt: Jetzt ist Schluss.
„Jetzt durfte eine Krise passieren, sie konnte einen Burn-out haben. Ihre Seele verschaffte sich Gehör, indem sie Christine stoppte.“ (S. 37)
Und weil im Buch so viel drinsteckt, fühlt man sich bei manchen Dingen vielleicht doch selbst ertappt.
„Da meine Kindheit wenig harmonisch und alles andere als rosarot verlaufen ist, ist mein Nervensystem an Dauerspannung gewöhnt und will diesen Zustand unbewusst immer wieder herstellen, obwohl ich bewusst sagen würde, ich liebe Entspannung, Im-Moment-Sein und wunderbares Nichtstun.“ (S. 66)
Was mich dagegen manchmal richtig genervt hat: das konsequente Gendern: „[...] Therapieformen oder Kolleg*innen aus. Jede*r Patient*in hat es verdient [...].“ (S. 63)
Sorry, aber das hat meinen Lesefluss ordentlich zerhackt.
Insgesamt ist „Woman Out of Service“ ein nahbares, psychologisch interessantes Buch mit ehrlichen Gedanken, die hängen bleiben.
⭐⭐⭐⭐
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