Rainer Feldbrügge: Systemisches Prozessmanagement – Unternehmen digitalisieren, Teams mobilisieren | Rezension Kritik

vor 3 Tagen
3 Min. Lesezeit
《 R E Z I 》
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Rainer Feldbrügge: Systemisches Prozessmanagement – Unternehmen digitalisieren, Teams mobilisieren | 2. Auflage
Erschienen am 14. August 2025 bei Schäffer-Poeschel.
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Culture eats Technology for Breakfast 🍳
Was bringt die teuerste Software, wenn die Menschen, die damit arbeiten sollen, innerlich schon längst ausgestiegen sind? Tja. Genau da setzt Rainer Feldbrügge mit „Systemisches Prozessmanagement“ an; und zwar weit vor der nächsten fancy Digitalisierungslösung.
Unternehmenskultur lässt sich nicht per Projektbeschluss umprogrammieren. Unter der Oberfläche brodeln ungeschriebene Regeln, festgefahrene Routinen und Abteilungsdialekte. Stichwort „babylonische Begriffsvielfalt“! Alle sitzen im selben Meeting, nicken denselben Begriffen zu und gehen trotzdem mit drei völlig unterschiedlichen Vorstellungen aus dem Raum.
Technik kann Prozesse verändern. Aber sie kann nicht per Knopfdruck dafür sorgen, dass Menschen anders zusammenarbeiten. Genau deshalb finde ich auch den Gedanken „Menschen brauchen Resonanz – der vibrierende Draht“ so stark. Zwischen Prozessdiagrammen, Kennzahlen und Managementtools geht manchmal das verloren, worum es eigentlich geht: die Menschen, die den ganzen Laden am Laufen halten. Klingt banal. Ist es offenbar nicht.
ReTeaming, Kulturwandel und „Optimieren im Verborgenen“ holen das Thema zurück in den Arbeitsalltag. Denn manchmal braucht es keine neue Großstrategie, sondern den Blick auf die kleinen Stellschrauben, an denen Zusammenarbeit tatsächlich hängt. Neue Strukturen sind das eine, ein Team tatsächlich in Bewegung zu bringen, das andere.
Nur wird’s an der Stelle eben ungemütlich: „Design Thinking für digitale Prozesse“ und innovative Produktentwicklung. Denn nur weil sich etwas digitalisieren lässt, ist es noch lange keine gute Lösung. Wem hilft das Ganze eigentlich außer der Projektstatistik? Und woran merken wir überhaupt, dass sich etwas verbessert hat? Eine abgeschlossene Projektphase ist noch lange kein Erfolg.
Feldbrügge liefert keine „Drei Schritte zur perfekten Organisation“. Er schaut hinter die Kulissen von Management, Sprache und Zusammenarbeit; eben dorthin, wo die eigentlichen Bremsklötze sitzen.
Wer Digitalisierung immer noch für eine Frage der richtigen Software hält, sollte hier dringend die Festplatte im Kopf aufräumen. Prozesse lassen sich modellieren, Abläufe optimieren und Systeme vernetzen.
Doch die beste Technik fährt mit Vollgas gegen die Wand, wenn eine ganze Organisation auf stur schaltet, Menschen nicht mitziehen, Abteilungsegoismen das Miteinander sabotieren und unternehmenskulturelle Stolpersteine den Weg blockieren.
Und genau da wird’s unbequem. Zum Glück.
⭐⭐⭐⭐⭐
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Worum geht es in „Systemisches Prozessmanagement“?
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// Zu häufig scheitern Digitalisierungsprojekte, weil die Kultur im Unternehmen mit der digitalen Entwicklung (noch) nicht harmoniert. Digitalisierung bedeutet nämlich, dass es in der Zusammenarbeit vor allem auf Rollen, Regeln und Prozesse ankommt. Dabei bleibt der analoge Aspekt des Unternehmens, der von Erfahrungswissen, Intuition und Beziehungen geprägt ist, häufig unberücksichtigt. Digitalisierung ist also weit mehr als das betriebswirtschaftliche Design neuer Prozesse und deren technischer Roll-out.Projekte zur Digitalisierung brauchen deshalb nicht nur Prozessmanagement-Methoden, sondern auch Methoden, mit denen sich Kultur in Teams an die neuen Anforderungen anpassen lässt. Das Buch erarbeitet im ersten Teil die theoretischen Grundlagen, insbesondere zur Verankerung von Prozessen in den Teams. Der zweite Teil bietet eine Fülle an Methoden, die in der Anwendung frei kombinierbar sind.
Digitale Transformation mit resonanten Arbeitsbeziehungen
Teammobilisierung und Prozessmodellierung: Säulen der Digitalisierung
Respektvoller Umgang mit der Unternehmenskultur ermöglicht die tragfähige Entwicklung neuer Prozess //
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