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Oliver Pott & Kathrin Hamann: Communitys: Wie digitale Gemeinschaften die sozialen Medien ablösen, echte Verbundenheit schaffen und Vertrauen zurückbringen | Rezension

Autorenbild: Olivia Grove
Olivia Grove
8. Feb. 2025
3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 29. Sept.

《 R E Z I 》

Oliver Pott & Kathrin Hamann: Communitys: Wie digitale Gemeinschaften die sozialen Medien ablösen, echte Verbundenheit schaffen und Vertrauen zurückbringen  
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Oliver Pott & Kathrin Hamann: Communitys: Wie digitale Gemeinschaften die sozialen Medien ablösen, echte Verbundenheit schaffen und Vertrauen zurückbringen  

Erschienen am 16. Januar 2025 im Campus Verlag. • •


Von Algorithmus-Diktatur zu digitaler Heimat – Die neue Ära der Communitys 

 


„Es sind die ungeschliffenen, manchmal chaotischen Gespräche, die das menschliche Miteinander ausmachen, und die für viele den wahren Wert einer Community darstellen.“ (S. 24)

„Social Media ist tot“ – eine steile These oder längst überfällig? Oliver Pott und Kathrin Hamann sezieren die toxische Dynamik großer Plattformen und zeigen, warum digitale Communitys die Zukunft sind. Ein Buch für alle, die genug von Algorithmus-Diktatur haben und echte Verbindung statt leerer Reichweite suchen. Boom.


Die Sehnsucht nach einer Kultur des Echten, Wahren, Authentischen


Das Buch vergleicht den Aufbau einer Community mit einer Party. Ich mochte dieses Bild sofort. Denn eine Party funktioniert auch nicht dadurch, dass möglichst viele Leute kurz durch die Tür kommen. Man will ja, dass sie bleiben. Dass sie miteinander reden. Dass irgendwann niemand mehr darüber nachdenkt, wer hier eigentlich wen eingeladen hat.


Genau darauf setzen die Autoren mit ihrer Wohnzimmerparty-Strategie. Eine Community wächst langsam. Menschen lernen sich kennen, entwickeln Vertrauen und kommen wieder. Das klingt erstmal weniger spektakulär als der große Reichweiten-Coup. Ist aber wahrscheinlich näher an dem, was eine Community am Ende wirklich ausmacht.


Für mich war das einer der stärksten Gedanken des Buches: Reichweite bedeutet noch lange keine Verbindung. Ein Like ist noch kein Austausch. Und nur weil ein Beitrag ausgespielt wird, heißt das nicht, dass er bei jemandem wirklich ankommt.


Darum geht es am Ende um etwas, das sich schwer messen lässt: Resonanz. Nicht möglichst viele Augen auf einem Bildschirm, sondern Menschen, bei denen etwas hängen bleibt.



KI-Algorithmen lieben den Gleichklang des Durchschnittlichen


„Kreative Risiken, die einzigartige und möglicherweise kontroverse Inhalte hervorbringen könnten, werden minimiert.“ (S. 13-14)

Das Buch hat mich an einigen Stellen wirklich gepackt. Gerade die Idee der Wohnzimmerparty bleibt hängen. Gleichzeitig hätte ich mir an mehreren Stellen mehr Konsequenz gewünscht. Manche Gedanken drehen sich im Kreis, manche Passagen ziehen sich. Und ausgerechnet bei einem Buch, das so viel über lebendige Kommunikation spricht, merkt man das besonders.


Auch die Sache mit der Unperfektheit fand ich bemerkenswert. Denn genau das, was das Buch bei menschlicher Kommunikation verteidigt, fehlt ihm stellenweise selbst: kleine Brüche, überraschende Gedanken, Ecken und Kanten. Stattdessen wird manches sehr ausführlich erklärt, obwohl die eigentliche Aussage längst angekommen ist.


Trotzdem nehme ich einiges mit. Vor allem die Frage, was eine Community eigentlich zusammenhält, wenn Reichweite keine Antwort mehr darauf ist. Wer Menschen erreichen will, muss ihnen irgendwann auch einen Grund geben zu bleiben.


Und vielleicht ist das die passendste Pointe dieses Buches: Eine gute Community ist keine Ansammlung von Klicks. Sie besteht aus Menschen. Und Menschen sind nun einmal nicht glatt.



⭐⭐⭐⭐





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кℓαρρєηтєχт:

//    Social Media ist tot, es leben digitale Communitys!

Das Umfeld in den sozialen Netzwerken wird immer ekliger: Hass, Ausgrenzung, Beleidigung und extreme Positionen dominieren X, Facebook, Instagram und Co. Große Unternehmen ziehen immer häufiger hohe Werbeetats von den Plattformen ab. Engagement Rates sinken seit Jahren, da Bots einen enormen Anteil der Interaktion ausmachen. Für viele Nutzer werden soziale Medien dadurch immer unattraktiver. Sie wechseln in neu entstehende digitale Communitys, die ein geschütztes Umfeld frei von Falschinformationen und plumper Meinungsmache bieten.

Oliver Pott und Kathrin Hamann analysieren den Community-Trend und zeigen, wie Selbstständige und Kleinunternehmer davon profitieren können. Anhand praxistauglicher Beispiele zeichnen sie nach, wie Leserinnen und Leser Communitys beispielsweise zum Brandbuilding oder als Einkommensquelle nutzen können. //



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